Turnen ist eine Grundform der Leibeserziehung. Es verbessert die Fitness, schult die koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten und dient vielfach als Grundlage moderner Trainingslehre. Als Gesundheitssport und in der medizinischen Prävention gewinnt modernes Turnen in seinen vielfältigen Ausprägungen zunehmend an Bedeutung (z.B. Pluspunkt Gesundheit). Fachverband ist der Deutsche Turner-Bund (DTB), einer der größten Verbände im Deutschen Sportbund (DSB).
Das Turnen hat sich in den letzten 200 Jahren erheblich verändert und modernisiert. So gehören zum Kernangebot des DTB neben Gerätturnen in der Zwischenzeit rund 20 weitere Sportarten.
Gerätturnen ist eine attraktive Freizeitaktivität für jung und alt. Ziel ist es, auf der Grundlage moderner Trainings- und Bewegungslehre an und mit Geräten Bewegungs- und Körpererfahrungen zu sammeln.
Das Gerätturnen ist die Basis-Sportart vieler Vereine im Deutschen Turner-Bund (DTB).
Gerätturnen im engeren Sinne des Wettkampfsports umfasst bei den Männern und der männlichen Jugend Boden, Pferd, Ringe, Pferdsprung, Barren und Reck, bei den Frauen und der weiblichen Jugend Boden, Schwebebalken, Stufenbarren und Pferdsprung.
Auch der Hochleistungssport Kunstturnen wird inzwischen vom DTB offiziell als Gerätturnen bezeichnet. Im Leistungs- und Hochleistungssport gibt es Mannschaftsbewerbe, Einzelmehrkämpfe und Wettkämpfe an jedem einzelnen Gerät. Bei den Olympischen Spielen und bei den Welt- und Europameisterschaften werden in insgesamt 14 Disziplinen Titel und Medaillen vergeben.
War das Gerätturnen bis in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts vor allem durch Statik und Krafthalteteile und historische Übungen geprägt, so ist es heute eine sehr dynamische Sportart mit vielen akrobatischen Elementen, Drehungen, Salti und Sprüngen.
Bei der Vereinigten Turnerschaft zählt das Gerätturnen mit zu den ältesten und traditionsreichsten Sportarten.
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