Koryu Uchinadi
Karate ist ursprünglich eine zu Selbstverteidigungszwecken entwickelte Kampfkunst. Durch die Einführung in das okinawanisch/japanische Schulsystem im 20. Jh., diente Karate im Wesentlichen der körperlichen Ertüchtigung und entwickelte sich schließlich zu einem wettkampforientierten Sport.
Koryu Uchinadi bezieht sich auf das ursprüngliche Selbstverteidigungssystem. Es werden nicht nur Schläge und Tritte trainiert. Hier kommen auch auch Hebel, Würfe, Festhaltetechniken und alles was die anatomischen Schwächen des Körpers ausnutzt zum Einsatz. Das Koryu Uchinadi-System besteht aus verschiedenen Kihon (Grundlagen, Basics), die bereits in geometrischen Formen (Kata) verpackt sind. Zu jedem Kihon existieren Partnerübungen (futarigeiko), die nach einiger Übung den Schüler in die Lage versetzen, spontan und kreativ auf Angriffe zu reagieren. Für die Automatisierung von Anwendungen, werden fließende, fortlaufende Kombinationen (renzoku geiko) geübt, die auch Bodentechniken beinhalten. Neben dem Studium der Kata gehört auch der Umgang mit verschiedenen Waffen. Zur Zeit wird werden ausschließlich Techniken mit dem Bo (Langstock) geübt.
Einsteigerkurs
Die Altersstruktur unserer Karate-Abteilung ist bunt gemischt. Jeder ist herzlich eingeladen, die vielfältigen Aspekte dieser faszinierenden Kampfkunst kennen zulernen. Wir starten am 23. Februar mit einem neuen Einsteigerkursus für Kinder und Erwachsene. Das Training findet jeweils am Mittwoch in der Eichendorffhalle in Kempen statt. 17-18 Uhr für Kinder ab 6 Jahre, 18-19 Uhr für Kinder ab 10 Jahre, und ab 19 Uhr für Erwachsene. Neugier, Ausdauer und Interesse sind gute Voraussetzungen. Bequeme Sportkleidung ohne Schuhe sind für den Anfang ausreichend.
Trainingszeiten Koryu Uchinadi wird an vier Tagen in der Woche angeboten.
| Mittwoch: Halle Eichendorff |
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| von 17.00 - 18.00 Uhr |
Kinder ab 6 Jahren |
| von 18.00 - 19.00 Uhr |
Kinder ab 6 Jahren |
| von 19.00 - 20.00 Uhr |
Yamane-Ryu Bojutsu (Stocktechniken) |
| von 20.00 - 21.30 Uhr |
Grundformen für Anfänger und Fortgeschrittene |
| Donnerstag: Halle Schmalbroich |
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| von 18.30 – 20.30 Uhr |
Solo und Partnerformen für Fortgeschrittene |
| Freitag: Halle LvD |
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| von 19.15 – 20.00 Uhr |
Grundformen für Anfänger |
| von 20.00 – 21.30 Uhr |
Grundformen für Anfänger und Fortgeschrittene |
| Samstag: Halle Wachtendonker Str. |
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| von 14.00 – 15.00 Uhr |
Kata |
| von 15.00 – 16.00 Uhr |
Bodentechniken |
Alle Trainingseinheiten außer Mittwoch von 17-19 Uhr sind für Teilnehmer ab 16 Jahren
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Für ein besseres Verständnis sind hier einige kurze Beschreibungen aufgeführt:
Kampfkunst Betrachtet man den menschlichen Körper als komplexe Maschine, liegt die Kunst des Kämpfens darin, die Schwachstellen dieses Mechanismus auszunutzen. Die Kampfkunst ist eine ausgeklügelte Kombination von geistigen und körperlichen Disziplinen. Trotz der wichtigen Stellung, die die Kampfkunst speziell im asiatischen Kulturbereich einnimmt, genießt sie leider nur geringe Aufmerksamkeit in der allgemeinen Wissenschaft. Das hat zur Folge, dass äußerst fragwürdige Interpretationen in Lehrbüchern und Aussagen so genannter Meister weit verbreitet sind.
Selbstverteidigungssysteme Ohne den künstlerischen und spirituellen Anspruch einer Kampfkunst sollen Selbstverteidigungssysteme möglichst schnell grundlegende Fähigkeiten zur Verteidigung schaffen. Von Selbstbehauptung spricht man bei einer Verteidigung gegen nicht-körperliche Angriffe.
Kampfsport Im Kampfsport stehen die Regeln des sportlichen Wettkampfes im Vordergrund. Sie bestimmen Kampfstrategie und Technik.
Kampfschulen Hier findet man oft eine Variation aus Kampfkunst, Kampfsport und Selbstverteidigung. Eine Bewertung der angebotenen Qualität ist für den Außenstehenden auf Grund fehlendem Wissen und mangelhafter Kriterien schwer. Entscheidend ist, ob das Angebot der persönlichen Vorstellung entspricht und wie weit man sich kritisch damit auseinandersetzen möchte.
Karate Karate ist ein Begriff aus dem japanisch/okinawanischen Kulturraum und in der heutigen Schreibweise seit Anfang des 20. Jahrhundert gebräuchlich. Zuvor gab es auf Okinawa verschiedene Begriffe für chinesische oder japanische Kampfkunstsysteme. Seit der Einführung in das okinawanisch/japanische Schulsystem zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente das Karate im Wesentlichen der körperlichen Ertüchtigung und als Methode Schüler militärisch zu drillen. Nach dem 2. Weltkrieg setzte die Entwicklung zum Kampfsport an, in dem sich heute viele Stile vereinigen.
*Patrick McCarthy Dieser Name ist in der heutigen Kampfkunstwelt nicht mehr wegzudenken. Patrick McCarthy ist ein international anerkannter Experte, Autor verschiedener Bücher und mit dem 8. Dan einer der hochrangigsten Karatelehrer der westlichen Welt. Er ist Direktor der IRKRS (International Ryukyu Karate Research Society), eine auf Informationsaustausch basierende Organisation, die dem Studium, der Verbesserung und Verbreitung der alten Karate- und Kobudoübungen Okinawas gewidmet ist.
Koryu Uchinadi Auf der Suche nach dem alten historischen Karate entwickelte Patrick McCarthy ein Konzept, das er in mehreren internationalen Magazinen unter dem Namen Koryu Uchinadi vorstellte. (di steht für Hand, uchina steht für Okinawa, ryu steht für Schule und ko für alt) Seine Untersuchungen und Beobachtungen waren rein akademischer Natur und sollten nicht der Schaffung eines neuen Kampfstils dienen. Sein Anliegen ist, sich kritisch mit den Vorgaben auseinanderzusetzen und für Lösungen über den Tellerrand zu schauen. (thinking outside the box). Dies geschieht im Koryu uchinadi auch durch Wahrung der Tradition, die dazu dient wichtige Ideen weiterzugeben.
Organisation Die Abteilung Kory Uchinadi in Kempen ist als Dojo beim IRKRS registriert. http://www.koryu-uchinadi.com
Graduierung Zur Unterscheidung des Kenntnisstandes und des Fortschritts werden meist Graduierungssysteme verwendet. Diese Systeme haben keine besonders lange Historie und werden in einzelnen Schulen und Stilrichtungen unabhängig voneinander unterschiedlich interpretiert. Zur Zeit gilt für KU das von Kano Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Zwei-Rang-System. Es unterscheidet seine Schüler in Mudansha (nicht-graduierte = weißer Gürtel) und Yudansha (graduierte = schwarzer Gürtel).
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