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Historie

VEREINSGESCHICHTE

1811

 

Lehrer Friedrich Ludwig Jahn will durch Turnkunst auch zur inneren Erneuerung Preußens beitragen und eröffnet in der Berliner Hasenheide einen Turnplatz. Die deutsche Turnbewegung musste bis in die fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts kämpfen, bis sie Freunde und Anhänger in allen Teilen Deutschlands fand.

 

1859

 

Auch in Kempen finden Bürger Freude an der Turnbewegung und gründen den damaligen

KEMPENER TURNVEREIN.

Sie treffen sich am 15. August 1859 im abseits gelegenen Schuppen des Gastwirtes Johann Duckweiler auf der Kuhstraße Nr. 15 zur ersten Turnstunde – aber auch zum geistigen und politischen Austausch.

 

1860

 

fährt bereits eine Abordnung zum 1. Deutschen Turnfest in Coburg, drei Jahre später zum 3. in Leipzig.

In der ersten Satzung vom 31. August setzen sich die Mitglieder das Ziel die „geistigen und körperlichen Kräfte“ auszubilden, „erstere durch lehrreiche Unterhaltungen und letztere durch Turn-Übungen“.

 

1863

 

baut Hubert Sauvageot einen brauchbaren Turnsaal auf der Judenstraße  (heute Nr. 1), ein Segen für den Verein.

 

1864

 

Am 22. 8. wird die Turnerfeuerwehr gegründet, am 22. 9. vom  Rat beschlossen und vom Bürgermeister genehmigt.

 

1865 Die Turner pflegten auch den Gesang. Zu den Gründern des Männergesangvereins gehörten auch drei Turnvereins-Väter: Fritz Kramer, Leopold Wefers und Wilhelm Zours.

 

1869

 

schließt sich der Verein mit Nachbarvereinen (Geldern bis Düsseldorf) zum Niederrheinischen Turngau zusammen.

 

1896

 

25 Jahre Deutsches Reich: Der Turnverein trägt maßgeblich zu den Feierlichkeiten bei: Festzug mit brennenden Fackeln, Fackelreigen unter der „Friedenseiche“.

Die Leichtathletikabteilung entsteht. 1. Siegerliste vom 17. 8. mit den Disziplinen Weitsprung – Lauf, aber auch: Stemmen – Hangeln (= Jahn´sche Übungen, fallen später weg)

 

1902

 

streiten sich die Mitglieder z.B. um die Lokalfrage, Hallenstunden usw. und entzweien sich:

Der KEMPENER TURNVEREIN (Niederrheinischer Turngau) tagt im Vereinslokal Sauvageot und der KEMPENER TURNERBUND (Niederrheinischer Grenzgau) tagt in der Königsburg des Josef Peters (heute: Donkring 15). Der Turnerbund gewinnt gute Sportler aus der in diesem Jahr in Kempen gegründeten Stahlmöbelfabrik L. & C. Arnold.

 

1908

Ein Gesetz schreibt vor, jetzt städtische freiwillige Feuerwehren zu bilden.

Die Turnerfeuerwehr wird „in die heutige Freiwillige Feuerwehr“ übernommen, deren „Führungsstab“ mit Turnern besetzt wird (ausgenommen: 1. Vorsitzender).

 

1913 Beide Turnvereine fahren gemeinsam zum 12. Dt. Turnfest in Leipzig.

 

 

 

1919

 

erreichen Turner beider Vereine, sich wieder zusammenzuschließen zur heutigen

 

VEREINIGTEN TURNERSCHAFT VON 1859

 

mit den Abteilungen Geräteturnen, Leichtathletik, Schwimmen.

Die Vereinsstatuten vom 8. 8. 1919 müssen vom Bürgermeister genehmigt werden, sodaß die Schwimmabteilung erst am 4. 4. 1920 mit den Schwimmstunden beginnen kann. Mit 18 kann man VT-Mitglied werden, frühesten mit 17 mit Genehmigung des Vorstandes, wenn man vorher bereits „Zögling“ gewesen ist. Den Vorstand bilden 11 Männer mit Funktionsbezeichnung und an 12. und letzter Stelle „ein Mitglied der Damenabteilung“ ohne Funktionsbezeichnung. Die Statuten sind streng:

„§ 30 Auf den Ruf ´Sammeln´ hat der Riegenführer seine Riege zu ordnen.“

 

1920

 

Für die ausgeübten Sportarten in dieser Zeit enthält die Chronik die Piktogramme Männerturnen, Frauengymnastik, Faustball, Leichtathletik, Schwimmen.  Die katholische Kempener Zentrumspartei lehnt öffentliches Auftreten weiblicher Schwimmer , weil „fast hüllenlos“, strikt ab.

 

1921

 

kann eine Abspaltung der Schwimmabteilung verhindert werden.

 

1922

 

Anläßlich des großen Gauturnfestes enthüllt die VT an der Burg ein Turner-Ehrenmal für ihre Weltkriegs-Gefallenen  „an der Grabenmauer des kurfürstlichen Schlosses“, das heute auf dem Ludwig-Jahn-Platz steht und jetzt die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege ehrt. „Versetzungsgrund“: Der Reichsarbeitsdienst hatte 1938 den Wassergraben um die Burg saniert.

 

1924

 

Am 3.5. findet das 1. Handballspiel gegen die Turnerschaft Grefrath in Grefrath statt – dieser Tag gilt als Gründungstag der Handball-Abteilung. In Kempen wird auf der Baselsbleiche und ab 3. 6. 1928 auf dem (heutigen) Ludwig-Jahn-Platz gespielt.

Das Frauenturnen wird ins Vereinsangebot genommen.

 

1925

 

trennt sich die Schwimmabteilung von 1921 als Schwimmverein „Aegir 21“, kehrt am 1.5. 1926 zurück und verabschiedet sich endgültig „in aller Kameradschaft und sportlicher Freundschaft“ am 31. März 1928.

 

Werner Jaeschke, Heinrich Beumers und Erwin Knappenberger gründen die Fecht-Abteilung, die sich 1935 nach dem Zwangszusammenschluß auflöst.

 

Götzwandertag (Tag der Vereinsfamilie): Ein Foto mit Bericht weist in der Chronik auf eine solche Wanderung in die Wankumer Heide hin,  

 

1929

 

Karneval: Unter dem Motto „Kempener Kirmes anno 1300“ wird ein großes Kostümfest in der Königsburg gefeiert. In den Jahren zuvor und danach manifestiert sich die Sehnsucht nach der Ferne in Themen wie „Eine Nacht in Venedig“, „Ghandi besucht die V.T. Kempen“ oder „Afrika-Kolonie“ usw.

 

11. August: Grosse Verfassungsfeier

Fahnenhuldigung (schwarz-rot-gold), Konzert vor der Burg, Sportwettkämpfe, Festabend

 

 

 

 

 

1933

 

22. Mai: „Gleichschaltung der VT“

 

7.6.  Der Verein muß eine Wehrsportabteilung einrichten. Ernst Knappenberger hat an einem Lehrgang „Männerturnwart“ an der Deutschen Turnschule in Berlin mit der Befähigung Wehrsport teilgenommen.

23. 9. Wehrsport-Nachtübung

Der Kameradschaftsabend (Stiftungsfest) wird ganz im Sinne des von oben „vorgeschriebenen“ „Wehrsportes“ gestaltet.

 

1934                                       

 

Die 1909 an der Burg erbaute Turnhalle wird abgerissen und nach der „Burgfreilegung“ wird das Turner-Ehrenmal am 8. 3.dorthin versetzt. Ab jetzt wird in der Turnhalle des Thomäums geturnt.

 

18. 8. 1934: 75 Jahre VTK

„Turneraufmarsch in Kempen“: 1000 Teilnehmer messen sich in „spannenden Wettkämpfen“. Der Rat benennt zu Ehren der VT den städtischen Sportplatz und die Zufahrtsstraße nach dem Turnvater Ludwig Jahn.

Die VT erhält eine Urkunde über die Teilnahme an der Saar- und Treuestaffel.

3000 nehmen am Festzug teil.

Die neue Vereinsfahne wird eingeweiht, die alte von 1863 dem Kramer-Museum übergeben – sie ging in den Kriegswirren verloren.

Der langjährige Vorsitzende Johannes Schürmanns tritt zurück. Diesen mutigen Schritt honoriert die VT und ernennt ihn zum Ehrenvorsitzenden.

 

1935

 

28. 1. Die Ortsgruppe Kempen des Reichsbundes für Leibesübungen

 

wird gegründet mit den Fachschaften Turnen, Fußball, Leichtathletik, Handball, Schwimmen, Radsport.

14. 8.  Anläßlich der Olympia-Werbeveranstaltung spielt auf dem Luisenplatz (Viehmarkt) die: Erste VT-Faustballmannschaft.

 

Am 2. 9. feiert die VT ihr 76. Stiftungsfest.

 

Dietwart (Volkstumswart) Werner Jaeschke leitet am

22. 9. den ersten gemeinsamen Dietabend der Sportvereine VTK – Aegier 21 – Rhenania 09.

 

Die Chronik enthält einen ausführlichen Zeitungsausschnitt der Volksparole vom 27. 11. 1935 (das Niederrheinische Tagesblatt war am 20. 11. verboten worden) u.a. über das Abstimmungsverhalten der einzelnen Vereine:

In der VT-Versammlung stimmen nur 74% dem Zusammenschluß zu. Damit sei „die erforderliche ¾-Mehrheit“ NICHT erreicht.

 

Zwangsvereinigt wurde trotzdem!Trotz des Zwangszusammenschlusses der Vereine in den  Turn- und Sportverein 1859 „Tus“ am 27. 11. ging das Eigenleben unseres Vereines in der Fachschaft Turnen den gewohnten Weg.“ (S. 24 100 Jahre VTK

 

1946

 

30. März:  Der „Tus“ wird durch Versammlungsbeschluß aufgelöst.

 

2.April: Gründungsversammlung der „alten“

 

Vereinigten Turnerschaft 1859

 

in der Gaststätte Julius Hillenbrands (heute: St. Huberter Str. 20).

 

Das Männerturnen war kriegsbedingt unmöglich geworden. „Erfreulich ist daher die Tatsache, dass es unsere starke Turnerinnenabteilung war, die, unter der fachmännischen Leitung von Josef Schmitz und Hermann Sleuwen, das Geräteturnen fast den ganzen Krieg über in der Turnhalle der Mädchen-Oberschule (jetzt: POST, Moorenring 1) pflegte und dadurch nicht zuletzt ein festes Fundament für den neuen Beginn nach dem Krieg legte.“ (100 J. VTK S. 24)

Die Hallen waren zerstört und die ersten Turngeräte mussten aus einem Bombentrichter ausgegraben werden. Die britische Besatzungsbehörde genehmigte die Wiedergründung. Danach konnte im stark zerstörten Vereinszimmer in der Königsburg die turnerische Arbeit wieder aufgenommen werden.

 

Karl Gruissem wird 1. Vorsitzender. Ihm folgen 1947 Willy van Aerhsen, 1948 Johann Wilmen, 1951 Heinrich Wendt.

 

1949

 

90 Jahre VTK

Höhepunkte sind das ausgerichtete Kreisturn- und Sportfest mit der Teilnahme der Rheinlandriege sowie der Mädchen- und Damenreigen (in wahrscheinlich selbst geschneiderten wallenden weißen Gewändern) auf dem Ludwig-Jahn-Platz, geleitet von Marlies Wilmen (Mutter des späteren stadtberühmten Wirtes Rolli). Die Tanzgruppe wird gegründet.

 

1950

 

Neugründung des Deutschen Turnerbundes: Als Dank, wieder turnen zu können, wird die Jahn-Eiche auf dem Ludwig-Jahn-Platz gepflanzt mit dem Wunsch, dass das Turnertum „fest verwachsen mit der Thomasstadt“ überdauern möge.

Die Hausfrauen-Gymnastik-Abteilung unter Leitung von Vroni Schmitz aus Grefrath ist die Urzelle des nicht wettkampforientierten „Gesundheitssportes“ der VT.

 

1951

 

13. 10. Turnfest mit Teilnehmern der Dänischen Sporthochschule Krogshede

 

1952:

 

5.7.: Tänze und Tanzschauspiele unter Leitung von Vroni Schmitz stehen am Beginn der ungebrochenen Schautanztradition, nacheinander fortgeführt von den Turnerinnen und Tänzerinnen Fine und Marianne Mangelmann (Fine Schmitz, Marianne Hirschler) und deren Nachfolgerinnen.

 

1953

 

Ernst Knappenberger wird 1. Vorsitzender.

Mit ihm beginnt die Nachkriegsreihe der langjährigen Vorsitzenden.

 

1954

 

Juni: Neues VT“zeichen“ – unverändert bis jetzt. Entwurf: Frl. Juris

 

Walter Schenk führt die Vereinsjugend erstmals nach Esens-Bensersiel ins Ferienlager, eine sich verselbständigende Einrichtung zum Wohle des Vereinsnachwuchses in den Sommerferien mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen (Auf- und Abbaukommando, Betreuerstab). Dieter Aupperle setzt das Lebenswerk der Eheleute Walter und Maria Schenk fort. 

 

1956

 

14.10. Turnfest mit Teilnehmern der Gymnastiekvereniging „Oranje“ Venlo

 

1958

 

VT in der Leichtathletik-Kreisbestenliste 51 mal verzeichnet

Das besondere Anliegen der VT, Breitenarbeit und Leibesertüchtigung, trägt Früchte: Von 22 bewerteten Vereinen nimmt die VT den 1. Platz vor KTSV Preußen Krefeld in der Vereinsgesamtwertung ein, „ein besonderes Verdienst des Jugendwartes Martin Leenen“.

 

 

 

1959

 

100-Jahrfeiern:

3-Gaue-Turn-, Sport- und Schwimmfest; Festspiel „Kythara Kempena“ (Singspiel Kempen) an der Burg;

Dreitägiges Stiftungsfest in der Königsburg (Festabend; Kranzniederlegung, abends Festball; Frühschoppen, abends Tanz)

 

Die Turnerinnen 1924-1930 stiften den Gerhard-Hümmelink-Wanderpreis

(*1882, + 1931, seit 1902 – 1930 mit herausragenden Leistungen im Geräte- und leichtathletischen Mehrkampf und als Wart, u.a. Frauenwart 1924-30).

 

Einweihung der Turnhalle Wachtendonker Straße

 

1960

 

Willy Poethen trennt sich mit einigen Anhängern und gründet den Kempener Turnverein 1960, als dessen 1. Vorsitzender Rechtsanwalt Pauls zunächst fungiert.

Die Chronik enthält viele Seiten Materialien, die den Zeitraum der persönlichen, öffentlichen und juristischen Auseinandersetzungen 1958 – 1967 detailliert dokumentieren. Der „Rosenkrieg“ absolut verkürzt: Der Kinderturnwart Willy Poethen und die Kinderturnwartin Agnes van Hees (nach der Heirat: Poethen) wollen aus der nicht vereinszugehörigen Elternschaft einen dem VT-Vorstand beigeordneten „Elternbeirat“ bilden, der die Kinderturnwarte bestimmt, die somit nicht abwählbar sind. Letztendlich verursachen die „Poethens“ den Rücktritt sehr vieler Vorstandsmitglieder („Vorstand“ i.S. von Gesamtvorstand), berufen eine außerordentliche und außerordentlich gut besuchte Jahreshauptversammlung (9.7.1960) ein und unterliegen bei den Abstimmungen. Sie bilden trotzdem eine „Elternpflegschaft“ (Vorsitzender: RA Pauls).

 

1961

 

Am 1. Feb. erscheint erstmals der Vereinsspiegel.

Am 1. November gründen Hausfrauen des Vereins die Frauen-Gesundheits- Gymnastikabteilung der VT.

Einige Männer trainieren Volleyball.

 

1962

 

Der KTV 1960 verliert seinen Prozeß gegen die VT und muß VT-Eigentum zurückgeben (1.4.). Das „Ende eines traurigen Kapitels“ (Chronik) sollte sich entgegen dieser Hoffnung auf Gauebene noch bis ins Jahr 1967 fortsetzen.

 

1963

 

Eine Herren-Volleyballmannschaft nimmt erstmals am Spielbetrieb teil.

 

1964

 

Mitgliederstärkster Verein im Turngau

 

1965

 

Sporthalle Eichendorffstraße fertig; VT überragend im Sportabzeichen-Wettbewerb: 250 DM Prämie vom Landessportbund

 

1969

 

VT-Sportler nehmen am Fernseh- Spiel ohne Grenzen gegen Camberg

teil. In Caserta/It. unterliegt Kempen.

 

1970

 

JHV (Jahreshauptversammlung): Das Wahlalter wird von 17 auf 16 Jahre herabgesetzt.

Spielerfrauen und Freundinnen wollen selber Handball spielen – der 24.10. ist der Geburtstag der Frauenhandballabteilung.

 

1971

 

Karl-Heinz Schmitz löst Ernst Knappenberger als Vorsitzenden ab.

 

Erstmals Frauenhandball; Neuaufbau Volleyballabteilung, 27.8.: Gründung des Stadtsportverbandes.

 

Die Jedermann“-Gymnastikgruppe beginnt ihren Übungsbetrieb.

 

1974

 

Die USA-Jogging-Bewegung erreicht die VT: Lauftreff im St. Huberter Bruch.

Satzungsänderung (Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft).

Sporthalle Hüls fertig und nur kurz nutzbar: Landtag NRW „gibt“ Hüls nach Krefeld

 

1975                                       

 

Endgültiger Rücktritt vom Feldhandballspiel;

Kempener Karnevals-Verein bittet in die Köhler-Halle (Ende des VT-Saal-Karnevals);

VT verschenkt Pferd und Barren;

1977

 

Die Jedermann“Gymnastikstunde, die „Er und Sie“ Gymnastik und der Lauftreff  sind ein regelmäßiges Breitensportangebot bis heute.

Hermann Jahn, der letzte Zeugwart, stirbt. (Zeug: Sportgeräte etc.)

Nur zwei Vereinsspiegel erscheinen.

 

1978

 

Kein Vereinsspiegel.

Eine Damen-Volleyballmannschaft nimmt am Spielbetrieb teil.

Die Basketballabteilung wird gegründet.

Die Handballer haben in der neuen Dreifachsporthalle Elektromos Budapest zu Gast.

Erstmals wird ein 3. Vorsitzender gewählt.

 

1979

 

Bis auf weiteres werden zwei zweite Vorsitzende gewählt.

 

Ulli Stephan organisiert das erste große Volleyballturnier.

 

Der Vereinsspiegel erscheint wieder.

 

Die Mutter- und Kind-Turnstunde erreicht sportlich die Jüngsten.

Der Lauftreff  öffnet sich für Nichtmitglieder (VT-Anmeldung beim Leichtathletikverband).

 

1980

 

Der Tageslichtschreiber ermöglicht ein Mitlesen des Kassenberichts in der JHV.

 

Er & Sie wünscht Ski-Freizeiten.

 

Leichtathletikwart Konrad Bittner und Heinz Heuvens organisieren den 1. Internationalen Kempener Herbst-Straßenlauf.

 

1981

 

Höhepunkt des Männerhandballs: Die I. steigt in die Verbandsliga und die II. in die Bezirksliga auf.

 

Weitere JHV-Dauereinrichtungen: Kassenbericht nach Sachgebieten geordnet.

Der mündliche Gesamtbericht entfällt: Die gebündelten schriftlichen Berichte der Fachwarte dienen als Diskussionsgrundlage in der JHV.

 

Der Mitgliederzuwachs zieht eine schleichende Standpunktänderung nach sich. Die „Dienstleistung ohne Gegenleistung“ läuft Gefahr, der Maxime Keine Leistung ohne Gegenleistung zu unterliegen.

 

Konrad Bittner und Heinz Heuvens organisieren den 1. Staffellauf Kempen – Bensersiel.

 

Willy Röser leitet die erste Ski-Freizeit

 

1982

 

Die Satzung wird an die Praxis angepasst: Zwei Vizevorsitzende.

 

1983

 

1300 Mitglieder „erfordern ein wirtschaftlich ausgerichtetes Management“.

 

Den jungen Müttern wird eine Schwangerschafts-Rückbildungsgymnastik angeboten.

 

1984

 

Fast 1500 Mitglieder feiern das 125-jährige Vereinsbestehen mit zahlreichen herausragenden Veranstaltungen:

- Kreiswaldlaufmeisterschaften;

-1. Altstadtlauf,

-Vier-Nationen-Volleyball-Turnier mit Bulgarien, Schweden, USA.

- VfL Gummersbach zu Gast,

- Festakt im Rokokosaal.

 

VTK und KTV bilden eine Basketball-Spielgemeinschaft .

 

Im Hause der Kreis-AOK wird die Koronargruppe am 22.10. gegründet.

 

1985

 

Erstmals Triathlonteilnahme (Kurzdistanzen) unter Trainer Jochen Besen.

 

1986

 

Johanna Hoitz leitet die erste Seniorensportgruppe.

 

1987

 

Der Vorstand Karl-Heinz Schmitz, Dr. Hans-Bert Reuvers, Lothar von Bönninghausen und Konrad Bittner (beratendes Mitglied) erarbeiten die Neufassung der Satzung, rechtskräftig beschlossen in der Jahreshauptversammlung vom 20.3.1987:  

Der Vorstand führt den Verein in Zusammenarbeit mit dem Sportausschuß und dem Ältestenrat.

 

Die Hobby-Mixed der Volleyballabteilung kämpfen um Punkte.

 

1988

 

Bärbel Müller bietet ab 24. 8. Hatha-Yoga an

 

 

 

 

1989

 

Paula Cüsters (Schriftführerin 1964-1971, alsdann Geschäftsführerin bis 17.2.1989) tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Lothar von Bönninghausen wird als ihr Nachfolger zum ersten Finanzwart gewählt.

Beide sterben:

Paula nach langem Leiden; Lothar während des Laufens beim Lauftreff in der Wankumer Heide.

Dieter Aupperle tritt Lothars Nachfolge an und wird in der JHV 1990 als Finanzwart bestätigt.

 

Beitritt zum Triathlonverband.

 

Birgit Hirschler führt Jazz-Tanz ein.

 

Werner Reuter wird erster Preisträger des Martin-Leenen-Gedächtnispreises, von den Leichtathleten zu Ehren des verstorbenen unermüdlichen Motors der VT-Leichtathletik, Martin Leenen, gestiftet.

 

1990

 

In einer denkwürdigen JHV werden Weichen gestellt:

  1. Dr. Egbert Püttbach löst Karl-Heinz Schmitz als 1. Vorsitzender ab.
  2.  Maren Stedry wird zur Geschäftsführerin gewählt, gekoppelt an die Anmietung von Geschäftsräumen in der Fahrschule Stedry, Mülhauser Str. 27.
  3. Damit beginnt die Professionalisierung der Vereinsverwaltung.

 

Günter Bregulla leitet die erste Rückengymnastik in der kleinen Halle Ziegelheide.

 

Viele VT-Marathonläufer feiern die deutsche Wiedervereinigung beim ersten GESAMT-BERLIN-Marathon durchs Brandenburger Tor!

 

Mit der Auflösung der Spielgemeinschaft endet die Basketballabteilung.

 

Wiederbelebung Maitanz mangels Interesse der Mitglieder abgelehnt.

 

1991

Triathleten nennen sich  VT Triangel

 

1992

 

Startgemeinschaften:

Handballspielgemeinschaft HSG VT/KLC  (endet 2005)

Leichtathletikstartgemeinschaft SG VTK/KTV (endet 1998)

 

1993

 

Der Ehrenvorsitzende Ernst Knappenberger stirbt nach 73 Jahren Vereinszugehörigkeit. Zusammen mit seinem Vater Ernst und seinem Bruder Erwin nahm er am Dt. Turnfest 1928 in Köln teil. 1933 übernimmt er als Männerturnwart Verantwortung, 1946 erneut als Sportwart, von 1953 bis 1971 als Vorsitzender, bis 1992 als unermüdlicher Helfer und nichts verschweigender Chronist. Die Vereinschronik ist schon jetzt für die Regional-Historiker eine unschätzbare Fundgrube.

 

Die bekannteste Showtanzgruppe tritt unter der Leitung von Silvia Peelen (*Frische) unter dem Namen Confetti ihren Siegeszug an.

 

Ab 24.9. zieht Frawi Tönnis mit Karate binnen zwei Jahren 200 Mitglieder in die neue Abteilung!

 

Dieter Aupperle, Lothar Bunzel und Peter Reif organisieren den 2. Staffellauf Kempen-Bensersiel.

 

Dieter Aupperle und Lothar Bunzel organisieren den 25. und letzten Herbststraßenlauf.

 

1994

 

Die Geschäftsstelle wird im Dez. verlegt: v.Loe-Str. 8.

1995:

 

Die Volleyballspielerin Biljana Mutnovic aus Bosnien wird 2000. Mitglied.

Sie kehrte nach den Jugoslawienkriegen mit ihren Eltern dorthin zurück.

 

1997

 

Handball: Erstes Programmheft für die Zuschauer

 

1998

 

Auflösung der Startgemeinschaft VTK/KTV. Trainerstab bleibt.

 

3.10.: HAWAII: Ironman Thomas Klören als 1. VT-Triathlet erfolgreich

 

Marianne Hirschler integriert den seit 1968 in Ziegelheide bestehenden Gymnastikkurs für Landfrauen in die VT.

 

1999

 

Die Confettis verabschieden sich glanzvoll wie immer für immer.

 

Anna Loerper im Visier des Westdt. Handballverbandes.

 

2000

 

Monika Eckerleben beginnt mit Tai-Chi- und Qi-Gong.

 

Hildegard Kluge leitet die Wassergymnastik im Rehabad.

 

2001

 

JHV: VT hat 2664 Mitglieder; Neue EDV-Anlage, Geschäftsstelle ständig per Fax und –E-Mail erreichbar; Vorstandsarbeit durchstrukturiert; Geschäftsordnung für Vorstand in Planung

 

Dieter Aupperle tritt als Finanzwart zurück – ohne Nachfolger.

 

2002

 

JHV: Dr. Egbert Püttbach blickt mit berechtigtem Stolz auf 12 Jahre Vorsitz und tritt zurück. Der Sportwart Helmut Heckers dankt ihm für „seinen enormen Einsatz, die hohe Fachkompetenz und die außergewöhnliche Menschenführung“ und für die von ihm durchgeführten  „wichtigen und einschneidenden strukturellen Veränderungen“.

 

Marion Hermanns wird zur 1. Vorsitzenden der Vereinsgeschichte gewählt.

 

Manuela Krieger sorgt für Wohlbefinden mit Powerfitness im Rehabad

und mit einem Kombifitnesskurs (Halle und Bad).

 

Umzug der Geschäftsstelle: Acker 12

 

2003

 

JHV: Finanzwart: Wolfgang Willmsen; Sportwart Helmut Heckers tritt zurück – niemand will das Amt übernehmen.

 

15.7.: Außerordentliche JHV: Kassendefizit; Haushaltsauschuß bestellt.

 

Dez.: Der Haushaltsausschuß hat die Haushaltslage gründlich analysiert, sieht Einsparmöglichkeiten und hält eine Beitragserhöhung nicht für erforderlich.

Die Einladung zur JHV 2004 gleicht einer Hiobsbotschaft: Der geschäftsführende Vorstand verweigert seine Wiederwahl.

 

2004

 

JHV: 1. Vorsitzender: Detlev Schürmann, Geschäftsführerin: Marie-Luise Fehrenbach-Nagels, Sportwartin: Katja Klein (Unbesetzt: Vizevorsitz, Finanzwart)

Der Vorstand will mit einer „Qualifizierungsoffensive“ (nur noch lizensierte Übungsleiter) im Wettbewerb um neue Mitglieder bestehen.

 

Weltmeister Christian Eloundu führt die waffenlose Selbstverteidigung Taekwondo ein und betreut 2008 bereits über 100 Mitglieder.

 

In Zusammenarbeit mit Kindergartenleiterin Angelika Hüskes beginnt die Herausführung von Kindern aus der Bewegungsarmut: Anerkannter Bewegungskindergarten.

 

Ende der STIFTUNGSFESTE! Der schleichende Teilnehmerschwund über viele Jahre hinweg ist kaum zu unterbieten: 30 von weit über 1000 Erwachsenen!

 

2005

 

JHV: 2. Vorsitzender: Tim Holweg; Finanzwart: Hans von Beckerath

 

Erstmals werden der Hauptversammlung auch die Bereiche Traditionspflege und Ferienlager Bensersiel veranschaulicht und erläutert.

Die Fachbereiche sind gestrafft, der Fachbereich Prävention und Gesundheit neu geschaffen worden – das Angebot „Schwer Mobil“ wird wissenschaftlich begleitet durch die  Sporthochschule Köln.  

 

Barbara Armonies und Heike Schürmann organisieren erfolgreich die FAMILIADE – eine mehrstündige Spiel- und Sportveranstaltung für die ganze „Familie“, um den Kommunikations- und Bewegungsmangel beispielhaft aufzubrechen.

 

Ende der Faustballabteilung.

 

2006

 

www.vt-kempen.de

Frauke Stedry mußte aus beruflichen Gründen als Administratorin aufgeben. Simone Pleitgen vollendete in zehnmonatiger „Projektarbeit“ mit allen Höhen und Tiefen (Totalabsturz konnte ausgetrickst werden) den Aufbau der VT-Internetseiten. Fast alle Abteilungen haben einen Redakteur schulen lassen.

 

Die Irritationen, die in den vergangenen Jahren das Vereinsschiff arg durchgeschüttelt haben, sind behoben, da „die Bensersiel-Konten korrekt und nachvollziehbar geführt wurden“.

 

Die Übungsleiter können jetzt eine gut bestückte Mediothek nutzen.

 

2007

 

Gaby Meier arbeitet kommissarisch als Sportwartin, bestätigt 2008.

 

2008

 

JHV:

Die Beitragsordnung wird neu gefasst (Beitragserhöhung; erstmals offen für Fördermitglieder).

Die Olympiateilnehmerin Anna Loerper wird Ehrenmitglied.

Das Ehrenmal und die Fahne von 1934 sind restauriert worden.

Die Verhandlungen des Vereins mit der Stadt über die Übernahme der Schule in Ziegelheide ziehen sich hin.

Neue Angebote:

-        Hobby Hallenhockey mit Thomas Schilder

-        Tischtennis mit Erika Aupperle

 

2009

 

Das Übernahmeprojekt Ziegelheide wird erfolgreich abgeschlossen. Damit können einerseits viele Raum- und Trainingsprobleme gelöst werden, andererseits erhält die VT ein Vereinsheim – die Anforderungen an den jeweiligenVorstand sind jedoch erneut beträchtlich gestiegen! 


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